martinafischer13 Kunst Kassel
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Die von mir gebauten Maschinen machen nur einen Teil meiner Arbeiten aus. Der ganze Raum ist entscheidend. Ich versuche in den Räumen Stimmungen aufzubauen, die Wahrnehmungen in bestimmte Richtungen lenken. Oft kann ich auch bereits vorhandene Informationen in den Räumen nutzen.
Erinnerungen tauchen auf: Farbtöne, die auf Anderes verweisen, Nummerierungen, die eine andere Ordnung vorgeben. Manche der Objekte hängen nicht wie Kunstwerke an den Wänden, befinden sich an kunstfremden Orten im Raum und werden somit zuerst nicht als Kunst wahrgenommen.
Der Begriff der Irritation hat für mich eine zentrale Bedeutung. Unsere Wahrnehmung erlebe ich als sehr begrenzt. Vieles wird nur unter einem Aspekt gesehen, wir schließen die Vielfalt aus. Durch Irritationen werden Grenzen ausgeweitet, Ordnungssysteme fraglich, scheinbar Vertrautes wird uns wieder fremd.
Die Arbeiten erklären sich nicht, sie sollen auch nicht erklärt werden. Im Gegenteil: Fragen mögen auftauchen, die keine Antworten finden. Geheimnisse werden nicht aufgeklärt.
Persönliche Annäherung ist gefragt: über eigene Erinnerungen, Spieltrieb, Wissen, Schönheit,...
Wie weit man sich auf die Arbeiten einläßt bleibt Entscheidung. Teil von ihnen wird auch der Flaneur, bei einzelnen als auslösendes Moment.